Dieses KCD2 review ist eine Kaufberatung für 2026 und kein Rückblick auf den Veröffentlichungstag. Kingdom Come: Deliverance II ist ein bewusst langsames historisches Rollenspiel aus der Ego-Perspektive. Kleidung, Ruf, Tageszeit, Verbrechen, Handwerk, Reisen und richtungsabhängige Nahkämpfe greifen in den Quests ineinander. Gute Wertungen erklären den Erfolg, sagen aber wenig darüber aus, ob euch das Speichersystem und der gemächliche Einstieg gefallen.
Fazit: Kauft das Spiel oder probiert es im Abo, wenn ihr eine anspruchsvolle, erzählstarke Simulation wollt und bereit seid, ihre Regeln zu lernen. Lasst es aus, wenn ihr pausenlose Action oder jederzeitige manuelle Speicherstände erwartet. Beginnt mit der Grundkampagne und kauft Erweiterungen nur, wenn euch deren Themen interessieren. Das Grundspiel ist seit dem 3. März 2026 in Game Pass Ultimate, Premium und PC Game Pass enthalten; der Katalog kann sich ändern. DLC ist nicht automatisch eingeschlossen.
Wer KCD2 2026 kaufen sollte
KCD2 passt zu euch, wenn ihr lange Gespräche, mehrere glaubwürdige Lösungen für eine Aufgabe und eine Welt mögt, die auf Straftaten reagiert. Heinrich wird nicht allein durch bessere Beute stark: Auch ihr selbst müsst Kampf, Reisen und Alltagssysteme verstehen lernen.
Überlegt euch den Kauf gut, wenn einer dieser Punkte für euch ein Ausschlusskriterium ist:
- Ihr möchtet weder Retterschnaps noch Betten oder Speichern und beenden nutzen.
- Ihr erwartet eine Karte zum schnellen Abhaken und sofortige Überlegenheit.
- Gruppenkämpfe mit fester Zielerfassung verderben euch ähnliche Spiele.
- Schon rund 50 Stunden für die Hauptgeschichte sind euch zu viel.
In Community-Diskussionen zeigt sich genau diese Trennlinie: Manche finden erst nach einigen Stunden Zugang, sobald sie KCD2 nicht mehr wie ein Fantasy-Loot-RPG spielen. Andere genießen gerade Heinrichs anfängliche Schwäche. Für die Kaufentscheidung ist eure Geduld mit langsam erarbeitetem Fortschritt wichtiger als eine Durchschnittswertung.
Kingdom Come: Deliverance 1 ist keine Voraussetzung. Der zweite Teil erklärt genug, um Heinrichs Geschichte zu verstehen. Wer den Vorgänger kennt, erlebt Hans, Godwin und alte Verpflichtungen jedoch mit mehr Hintergrund. Beginnt direkt mit KCD2, wenn euch vor allem das ausgereiftere Spielsystem interessiert; spielt Teil eins zuerst, wenn euch eine lückenlose Figurenentwicklung wichtig ist.
Quelle: Dexerto
Wie lange dauert KCD2?
Die aktuellen Angaben bei HowLongToBeat sind eine brauchbare Orientierung: ungefähr 56 Stunden für die Hauptgeschichte, 100 Stunden mit vielen Nebenaufgaben und 145 Stunden für einen möglichst vollständigen Durchlauf. Erweiterungen kommen noch hinzu. Wer „ein Wochenende“ verspricht, beschreibt einen sehr schnellen Lauf und keinen typischen ersten Durchgang.
2026 besteht das Gesamtpaket aus dem aktualisierten Grundspiel, drei Story-Erweiterungen und kleineren Zusatzinhalten. Die Royal Edition bündelt diese Inhalte. Im Game Pass ist zunächst das Grundspiel enthalten, sofern der Store einzelne Add-ons nicht ausdrücklich als erworben anzeigt. Prüft den Lieferumfang deshalb unmittelbar vor dem Kauf.
Geschichte und Rollenspiel
Heinrich und Hans bleiben der emotionale Mittelpunkt. Loyalität, Standesunterschiede, Fehlentscheidungen und gemeinsame Gefahren machen die Politik persönlich. Die Kampagne führt vom ländlichen Trosky ins dicht bebaute Kuttenberg. Einige Szenen nehmen sich bewusst viel Zeit; wer Gespräche überspringt, verpasst einen großen Teil dessen, was KCD2 auszeichnet.
Kampf und Menüs sind leichter zugänglich als im ersten Teil, doch KCD2 ist weiterhin keine Power-Fantasy. Schmutzige Kleidung kann einen gesellschaftlichen Lösungsweg erschweren. Ein Brief kann eine neue Gesprächsoption eröffnen. Wer zur falschen Zeit ein Gebäude betritt, begeht womöglich Hausfriedensbruch. Der örtliche Ruf ist wichtiger als eine einfache Gut-und-Böse-Anzeige.
Quest-Design im KCD2 review
Die Quests sind das stärkste Kaufargument. Viele Aufgaben lassen sich mit Überreden, Schleichen, Geld, Verkleidung, Diebstahl, Gewalt oder einer Mischung daraus lösen. Ein Fehlschlag kann eine Szene verändern, ohne gleich die gesamte Questreihe abzubrechen. Hinweise und Beziehungen sind oft wertvoller als Beute.
Diese Freiheit geht zulasten der Übersicht. Ein Marker kann sich in einem anderen Stockwerk befinden; eine fehlende Option kann auf eine frühere Entscheidung, einen übersehenen Hinweis oder einen Fehler zurückgehen. Wenn ihr nicht mehr weiterkommt, hilft das Quest-Verzeichnis bei der Diagnose, ohne euch sofort durch eine komplette Lösung zu führen.
Quelle: Neoseeker
Trosky und Kuttenberg
Trosky besteht aus Wäldern, Straßen, Dörfern und weithin sichtbaren Burgen. Kuttenberg bietet enge Gassen, Zünfte, Kirchen, Mauern und Minen. Die beiden Gebiete fühlen sich unterschiedlich an und nicht wie eine verdoppelte Karte. Dunkelheit, Pferdeversorgung und Traglast geben Entfernungen Gewicht. Selbst Schnellreisen können in einem Hinterhalt enden. Wiederholte Botengänge zwischen den Regionen werden allerdings mühsam.
Die Trosky-Karte verkürzt die Suche in der ländlichen ersten Region, ersetzt aber keine Questbedingungen.
Nutzt die Kuttenberg-Karte, sobald die Kampagne die Stadt öffnet. Berichte über eine zu leichte zweite Hälfte bei gut ausgerüstetem Heinrich sind ein Pacing-Problem, keine kaputte Karte.
Kampf in diesem KCD2 review
Gut vorbereitete Duelle gehören zu den Höhepunkten. Angriffsrichtung, Ausdauer, Rüstungsschichten, Waffenreichweite und Gegnerzahl spielen zusammen. Oft entscheidet sich ein Kampf schon vor dem ersten Schlag: durch reparierte Ausrüstung, passende Tränke oder eine enge Tür, die eine Umzingelung verhindert. Gegen mehrere Gegner zeigen Kamera und Zielerfassung ihre Schwächen. Behandelt ein 2-gegen-1 als Stellungsproblem, nicht als reinen Schadensvergleich.
Lernt Master Strike bei Tomcat, wenn ihr soweit seid. Das löst das Gruppenproblem nicht; Heinrichs frühe Schwäche gehört zum Fortschritt.
Die Seite zu den best perks hilft, sobald ihr ein einfaches Duell übersteht und wisst, welchen Heinrich ihr aufbauen wollt.
Speichern, Geld und gewollte Reibung
Das eingeschränkte Speichersystem ist für viele Interessierte der wichtigste Gegenpunkt. Manuelle Speicherstände kosten Retterschnaps; eigene oder gemietete Betten speichern ebenfalls. Speichern und beenden legt einen Spielstand an und schließt das Spiel. Automatische Speicherpunkte gibt es rund um bestimmte Quest-Ereignisse, sie lassen sich aber nicht planen. Legt getrennte Speicherstände vor Straftaten, DLC-Starts und wichtigen Gesprächen an.
Am Anfang werden Groschen für Betten, Reparaturen, Essen, Unterricht und Bußgelder gebraucht. Später verliert dieser Druck an Bedeutung. Der Geldguide erklärt legale Einnahmen und Diebstahl, ohne dessen Folgen auszublenden. Alchemie und Schmieden werden von Hand ausgeführt; große Serien dauern daher bewusst länger als die Herstellung über ein Menü.
DLC nach dem Grundspiel
Kauft die Erweiterungen nicht in der Erwartung, dass sie das Ende des Grundspiels „reparieren“. Sie vertiefen stattdessen bestimmte Tätigkeiten:
- Brushes with Death — eine Maler-Questreihe in beiden Regionen, die gut in einen ersten Durchgang passt.
- Legacy of the Forge — Haus, Amboss, Ansehen und Zunftarbeit in Kuttenberg; die dauerhafteste Erweiterung.
- Mysteria Ecclesiae — ein abgeschlossenes Klosterrätsel, bei dem die Geschichte im Vordergrund steht.
Startbedingungen und Reihenfolge stehen auf der DLC-Seite. Legacy ist das Systeme-Add-on, Mysteria das abgeschlossene Mysterium und Brushes eine Geschichte für die Mitte des Durchlaufs. Keines ersetzt die Basiskampagne.
Plattformwahl
Die Plattform verändert die Kaufempfehlung. Auf dem PC gibt es Grafikeinstellungen und Mods, aber auch die größte Bandbreite an möglichen Ergebnissen. PS5 und Series X bieten auf den Basismodellen die Wahl zwischen Leistung und Bildqualität; Series S zielt auf 30 fps, während PS5 Pro eine eigene 60-fps-Darstellung nutzt. Prüft vor dem Kauf den aktuellen Plattform-Guide, wenn euch eine bestimmte Bildrate wichtig ist.
Stärken und Schwächen
| Stärken | Schwächen |
|---|---|
| Quests nutzen die Systeme der Welt | Marker und Bedingungen sind teils unklar |
| Heinrich, Hans und spürbare Folgen | lange Szenen bremsen actionorientierte Spieler |
| zwei deutlich unterschiedliche Regionen | Reisen und Ausrüstungspflege wiederholen sich |
| gute Vorbereitung wird belohnt | Gruppenkämpfe und Zielerfassung bleiben sperrig |
| aktueller Patchstand und optionale DLC | Speichersystem und langsamer Einstieg schrecken ab |
Diese Schwächen gehören teilweise zum Spieldesign. Kauft KCD2, wenn gerade diese Reibung Böhmen glaubwürdig wirken lässt — nicht bloß wegen einer hohen Wertung.
KCD2 review FAQ
Lohnt sich KCD2 im Jahr 2026?
Ja, wenn euch langsamer Fortschritt, lange Gespräche und eine reaktive Welt reizen. Nutzt Game Pass zum Testen; kauft das Grundspiel, wenn ihr die Kampagne unabhängig vom Katalog behalten wollt.
Muss ich den ersten Teil gespielt haben?
Nein. Der erste Teil liefert wertvollen Figurenkontext, ist aber keine Voraussetzung.
Wie viel Zeit sollte ich einplanen?
Etwa 56 Stunden für einen auf die Hauptgeschichte konzentrierten Weg, rund 100 mit vielen Nebeninhalten und mehr mit DLC oder Completion-Zielen. Euer Tempo kann diese Durchschnittswerte deutlich verschieben.
Ist der Kampf der wichtigste Kaufgrund?
Nein. Gespräche, Diebstahl, Reisen und Handwerk prägen das Erlebnis ebenso stark wie der Schwertkampf.
Enthält Game Pass alle Add-ons?
Geht nicht davon aus. Prüft im Store, welche Add-ons tatsächlich als gekauft markiert sind.
Umfang des KCD2 review: gepatchtes Grundspiel 2026, die drei Story-Erweiterungen sind optional. Spielzeiten aus dem aktuellen HowLongToBeat-Tracking; Datum und Tarife des Game Pass von Xbox Wire (3. März 2026). Redaktionelle Analyse, keine Behauptung nicht offengelegter persönlicher Spielzeit.














